Klub bürgt für Qualität
Okinawa-te richtet die Weltmeisterschaften 1999 aus


Okinawa-te - dieser Name steht für Qualität, und dieses seit nunmehr 23 Jahren.Denn im Jahr 1975 gründete Klaus Wiegand den Karate-Verein, der sich inzwischen zu einem der renommiertesten Klubs gemausert hat. Weltweit hat sich der Karate-Klub einem Namen gemacht, unter anderem mit der Ausrichtung der Europameisterschaften im letzten Jahr. Kein Wunder, das der Weltverband sich bei der Ausrichtung der Weltmeisterschaften erneut der Klasse der Wattenscheider erinnerte und sie mit der Durchführung der Titelkämpfe am 12. und 13. Juni 1999 in der Bochumer Ruhrlandhalle beauftragte. Erwin Werthschütz, der im Organisations-Team die Fäden zieht, ist mit seinen Mitstreitern bereits mitten in den Vorbereitungen. Für den Geschäftsführer ein hartes Stück Arbeit. "Die Interessen der ehrenamtlichen Helfer haben sich sehr verlagert. Es wird immer schwerer, Leute zu finden, die bereit sind, diesen Aufwand mit zu betreiben." Und Aufwand, das ist sicher, wird betrieben. Eine zusätzliche Tribüne mit 1200 Plätzen muß organisiert werden. Hotelbuchungen und und und. Davon kann auch Klaus Wiegand, Vorsitzender und Trainer in Personalunion, ein Lied singen. Denn der Trainingsbetrieb läuft weiter. Derzeit stehen mit Martin Schmidtmann und Martin Giehl zwei Okinaw-te Akteure bei den Weltmeisterschaften in Paris auf der Matte. Zudem stehen Landesmeisterschaften und Ländervergleichskämpfe auf dem Programm. Nicht nur als Ausrichter stehen die Karateka im Blickpunkt. Die Leistungen der Akteure sind aller Ehren Wert. Deutsche Meisterschaften sammelten die Sportler ebenso wie internationale Titel. Beste Beispiele, daß im Verein ein Höchstmaß an Ausbildung garantiert wird. "Sicher auch ein Verdienst unserer intensiven Jugendarbeit", sagt Erwin Werthschütz, dessen Söhne Helge (27) und Norman (22) ebenfalls sehr erfolgreich betrieben. Während Norman nicht mehr dabei ist, strebt Helge nach Höherem. Bundestrainer Hideo Ochi hat den 27jährigen ins Visier genommen, will ihn beim Neuaufbau der National-Mannschaft berücksichtigen. Gleiches gilt für Martin Giehl. Gemeinsam ist den beiden auch, daß sie sich als Trainer um den Nachwuchs kümmern. Seit etwa 18 Jahren wird beim Okinawa-te intensiv mit Kindern gearbeitet. "Der Zulauf ist gut", freut sich Klaus Wiegand über die derzeit rund 70 Aktiven Minis. "Sicher ist es eine schwere Aufgabe, aber es macht auch wahnsinnig viel Spaß", gibt er zu. Körperschulung und Konzentration sind die beiden wichtigen Pfeiler des Karate. "Nach zwei Jahren Training kann man erkennen, ob ein Talent vorhanden ist. Dann ist es unsere Aufgabe, das zu forcieren", sagt Klaus Wiegand. "Der Unterschied zwischen Spitzen- und Breitensportlern ist relativ leicht zu erkennen." Als Anreiz, sich durch die harte Schule zu quälen, dient dem Nachwuchs die Leistungsgruppe. "Wer einmal auf dem Treppchen gestanden hat, den läßt der Sport nicht mehr los", weiß auch Erwin Werthschütz, selbst Inhaber des Schwarzen Gürtels, allerdings kein aktiver Turnierteilnehmer mehr. Die erzieherische Wirkung, die der Sport ausübt, wird auch von Eltern geschätzt. "Ohne ihre aktive Mithilfe, wären wir längst nicht soweit", lobt Erwin Werthschütz das Engagement, daß für alle Vereinsmitglieder gilt. Derzeit verfügt der Klub über rund 240 Mitglieder im Alter von acht bis 50 Jahren. "Das gilt insbesondere für die Feste, die beim Okinawa-te gefeiert werden wie Karneval, Weihnachten oder im Sommer. Zum festen Bestandteil gehören auch regelmäßige Ausflüge. "Jedes Jahr fahren wir für einige Tage auf die Insel Texel. Das ist anstrengender als jedes Training", schmunzelt Klaus Wiegand. Disneyland Paris war ebenfalls das Ziel für einen viertägigen Ausflug.Die Zuschauer dürfen sich also auf sportliche Leckerbissen beim "Tag des Wattenscheider Sports" am 5.September einstellen. Neben den Darbietungen auf dem Alten Markt wollen sich die Okinawa-te Akteure auch an ihrem Info-Stand per Video präsentieren. Natürlich wird auch die bevorstehende Weltmeisterschaft ein Thema sein.